Leistungen
Leistung / Abklärung / Behandlung
Urologische Krebsvorsorge (Prostatakrebs, Nieren-, Harnleiter-, Blasen-, sowie Penis- und Hodentumore)
Dies bedeutet Vorsorgeleistung, die durch die gesetzliche Krankenkasse getragen wird, als auch darüber hinausgehende Leistungen, die in Übereinstimmung mit den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Urologie zu empfehlen sind um eine möglichst weitgehende Sicherheit in Bezug auf das Nichtvorliegen einer bösartigen Krankheit zu erlangen.
Zu diesen Leistungen, die leider teilweise vom Patienten finanziell getragen werden müssen, zählen u.a. die Bestimmung des prostataspezifischen Antigens (PSA), sonografische Untersuchung der Nieren, der Harnblase und der Prostata.
PSA–Wert Bestimmung
Das Prostata Spezifische Antigen (PSA) ist ein Enzym und wird nahezu ausschließlich in der Prostata gebildet. Ein erhöhter Wert kann neben gutartiger Vergrößerung der Prostata, oder Prostataentzündung auch auf Prostatakrebs hinweisen. Diese Blutuntersuchung ist dem Fingertest hinsichtlich der Empfindlichkeit und Genauigkeit deutlich überlegen. Durch die regelmäßige Verlaufsbeobachtung über Jahre ist in vielen Fällen bei Prostatakrebs eine frühzeitige Diagnosestellung möglich.
Differenziert eingesetzt, bleibt die PSA-Bestimmung eine wichtige, kostengünstige und nicht belastende Maßnahme für Patienten mit positiver Familienanamnese bezüglich Prostatakarzinom, bei Miktionsbeschwerden, verdächtigem rektalem Tastbefund und als Früherkennungsmassnahme auf Wunsch des aufgeklärten Patienten.
Ultraschalluntersuchung von Prostata, Nieren und Harnblase
Tumore an Nieren und Harnwegen sowie der Prostata verursachen häufig erst spät Symptome oder Beschwerden. Eine wirksame Therapie ist meist nur bei früher Diagnosestellung möglich. Mit der Sonographie können die inneren Organe untersucht und ggf. krankhafte Veränderungen erkannt werden, die bei einer rein körperlichen Untersuchung unentdeckt geblieben wären.
Eine Ultraschall-Untersuchung über den After (transrektal) – TRUS ist hinsichtlich der Einschätzung des Gewebes und der Anatomie der Prostata weiterführend und erlaubt eine genaue Betrachtung der Prostata u.a. mit Bestimmung des Prostatavolumens.
Weshalb eine Blasenspiegelung?
Zur Abklärung von Krankheiten der Harnblase oder Prostata kann es nötig sein, diese Organe durch die Harnröhre mit einer Kamera zu untersuchen, etwa um z.B. eine zu enge Harnröhre oder einen Blasentumor nachzuweisen.
Wie wird eine Blasenspiegelung durchgeführt?
Die hierfür benutzte Video-Kamera ist ein speziell entwickeltes Sondeninstrument, von Form und Beschaffenheit einem weichen Blasenkatheter ähnlich. Die Kamera wird durch die natürliche Harnröhrenöffnung geführt. Das vom Kamera-Chip übertragene Videobild kann auf einem Bildschirm betrachtet werden.
Ist eine Blasenspiegelung schmerzhaft?
Damit die Untersuchung angenehmer ist, wird die Harnröhre bei Mann und Frau vorher mit einem speziellen Gel örtlich unempfindlich gemacht – hierbei kann ein leichtes Brennen, ein Wärmegefühl oder auch etwas Harndrang auftreten. Damit die Blase von innen betrachtet werden kann, muss sie während der Untersuchung mit einer speziellen Salzwasserlösung gefüllt werden; auch dies kann Harndrang verursachen. Insgesamt dauert die Blasenspiegelung wenige Minuten und wird dank Anwendung eines modernen / flexiblen Instruments von den allermeisten Patienten nicht als schmerzhaft empfunden.
Hat die Blasenspiegelung Nachwirkungen?
Nach der Untersuchung können ein leichtes Brennen beim Wasserlösen, etwas vermehrter Harndrang oder auch ein leicht blutiger Urin für einige Stunden auftreten.
Kann ich bei meiner Blasenspiegelung zusehen?
Auf Wunsch können Sie Ihre Blasenspiegelung bei uns „live“ auf einem Bildschirm mitverfolgen.
Warum eine Prostatabiopsie?
Falls bei der Prostata-Vorsorgeuntersuchung oder aufgrund erhöhter PSA Werte ein bösartiger Prostatatumor (Prostatakarzinom) nicht sicher ausgeschlossen werden kann, sollte eine Gewebeprobe der Prostata entnommen werden.
Wie wird eine Prostatabiopsie durchgeführt?
Vor der Untersuchung wird Ihnen ein Antibiotikum in Form einer Tablette zur Vermeidung einer Infektion verabreicht. Als Patient liegen Sie seitlich auf einer Untersuchungsliege. Es wird eine speziell geformte Ultraschall-Sonde durch Ihren After eingeführt, um die Prostata auf dem Bildschirm darzustellen. Mit einer sehr feinen Biopsie-Nadel werden nach örtlicher Betäubung ultraschall-gesteuert ca. 12 Biopsien der Prostata entnommen. Das so gewonnene Gewebe wird in ein spezielles Labor (Pathologie) geschickt. Das Resultat der Gewebeprobe ist in der Regel nach wenigen Tagen vorhanden.
Ist eine Prostatabiopsie schmerzhaft?
Das Einführen der Ultraschall-Sonde durch den After kann ein leichtes Druckgefühl, evtl. auch etwas Stuhldrang auslösen.
Vor der Gewebeentnahme wird die Prostata mit einer feinen Nadel örtlich betäubt (Lokalanästhesie), was als leichter Stich wahrgenommen werden kann. Die 10-12 Biopsien werden dann in der Regel von den allermeisten Patienten nicht als schmerzhaft empfunden. Die Biopsie-Nadel wird durch eine spezielle „Pistole“ in das Gewebe gespickt – dies wird akustisch als Knall wahrgenommen. Die Untersuchung nimmt etwa 10 Minuten in Anspruch.
Hat die Prostatabiopsie Nachwirkungen?
Nach der Untersuchung kann es sowohl im Stuhl, im Urin oder im Samenerguss zu Blutbeimischungen kommen - dies ist in der Regel harmlos.
Bei stärkeren Blutungen der Prostata oder bei Schwierigkeiten mit dem Wasserlassen muss seltenerweise und vorübergehend ein Blasenkatheter eingelegt werden. Das verabreichte Antibiotikum oder das Betäubungsmittel kann bei manchen Patienten allergische Reaktionen auslösen. Bei ca. 1% der Patienten kann es trotz Antibiotikaschutz zu Fieber und Schüttelfrost kommen – in diesem Fall müssten Sie sich umgehend mit Ihrem Arzt (bzw. am Wochenende oder nachts mit einer urologischen Klinik) in Verbindung setzen.
Vasektomie (Sterilisationsoperation), Zirkumzision (Beschneidung), Hydrozelenoperation (Wasserbruch), Prostatastanzbiopsie, Anlage Bauchdeckenkatheter (SPK)
Sterilisationsoperation (Vasektomie)
Die Vasektomie, ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem die Samenleiter durchtrennt werden. Die Operation führt zur Sterilität des Mannes und wird zur Empfängnisverhütung eingesetzt.
Die Hormonproduktion in den Hoden bleibt erhalten und auch die Erektionsfähigkeit des Gliedes wird nicht beeinflusst. Da die weiterhin in den Hoden produzierten Spermien nach der Durchtrennung der Samenleiter nicht mehr abgeführt werden können, werden sie vom Körper wieder abgebaut (resorbiert).
Das Ejakulat eines sterilisierten Mannes enthält keine Spermien mehr, ist ansonsten aber bezüglich Volumen, Aussehen und Geruch ähnlich. Ablauf der Vasektomie Die Operation wird meist ambulant unter örtlicher Betäubung durchgeführt und dauert ca. 40 Minuten. Mit zwei kleinen Schnitten am Hodensack (je ca. 1cm) werden die Samenleiter freigelegt. Dann jeweils ein ca. 1 cm langes Stück des Samenleiters entfernt. Die Schnittränder werden verknotet und verödet. Anschliessend werden die Hautwunden durch ein bis zwei selbstauflösende Nähte verschlossen. Nach der Vasektomie Nach dem Eingriff sollte eine zweitägige Ruhepause folgen. Über einen Zeitraum von 7-10 Tagen sind körperliche Belastungen und Sport zu meiden.
Nach 8 und 12 Wochen wird eine mikroskopische Samenanalyse durchgeführt. Die Unfruchtbarkeit ist erst sichergestellt, wenn in der Samenflüssigkeit in zwei aufeinanderfolgenden Proben keine Spermien mehr nachweisbar sind. In seltenen Fällen kann dies mehrere Monate dauern. Risiken des Eingriffs Sehr selten kommt es zu Blutergüssen, Schwellungen oder Wundheilungsstörungen. In seltenen Fällen (< 0,1%) kann es, auch bei technisch einwandfreier Durchführung des Eingriffes, durch eine spontane Rekanalisation zur unerwünschten neuerlichen Durchgängigkeit der Samenleiter kommen. D.h., dass in diesen Fällen auch eine Schwangerschaft eintreten kann.
Die Kosten für den Eingriff werden nicht von den Krankenkassen übernommen. In Anlehnung an die GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte) werden für Vorgespräch / Operation / Wundkontrolle und 2 Kontrollspermiogramme 460,00 Euro in Rechnung gestellt.
Beschneidung (Zirkumzision)
Die Zirkumzision oder umgangssprachlich auch Beschneidung ist die teilweise oder vollständige Entfernung der männlichen Vorhaut. Gründe für die Beschneidungen sind neben medizinischen Indikationen häufig kultureller Natur. Die Zirkumzision stellt den weltweit am häufigsten durchgeführten chirurgischen Eingriff dar, gegenwärtig sind schätzungsweise 25 Prozent der männlichen Weltbevölkerung beschnitten. Indikationen Eine direkte medizinische Indikation zur Zirkumzision besteht bei narbigen Phimosen (Vorhautverengung), zum Beispiel nach ausgedehnten Entzündungen von Eichel und Vorhaut (Balanoposthitiden), bei einer Lichen sclerosus et atrophicans (chronisch-entzündliche Erkrankung der Vorhaut) und bei Peniskrebs. Eine bis ins Erwachsenenalter bestehende Phimose verhindert eine gute Hygiene und neigt zu Entzündungen (Balanitiden). Außerdem besteht ein erhöhtes Risiko, an Peniskrebs zu erkranken.
Ablauf der Zirkumzision
Die Beschneidung wird in der Regel in lokaler Betäubung in Kombination mit einer leichten Sedierung durchgeführt. Der Eingriff dauert ca. 30 Minuten. Die Wundränder werden mit selbstauflösendem Material miteinander vernäht.
Nachher
Die Wunde heilt in der Regel innerhalb von zwei - drei Wochen ab. In dieser Zeit Anwendung von Kamillebädern / Bepanthencreme. Nach dieser Zeit lösen sich die Fäden selbstständig auf. Es sollte jedoch für einen Zeitraum von 3 bis 4 Wochen nach dem Eingriff auf starke sportliche Aktivitäten, Vollbäder / Sauna und Geschlechtsverkehr verzichtet werden.
Komplikationen
Nur selten treten nach einer Beschneidung Komplikationen auf (postoperative Schwellung, Nachblutung, Wundinfektion, Verengung der Harnröhrenmündung). Diese sind in der Regel gut zu behandeln.